Stromverbrauch Durchlauferhitzer: Kosten, Effizienz und Spartipps
In deutschen Haushalten spielt Energieeffizienz eine immer größere Rolle, insbesondere bei Geräten, die täglich im Einsatz sind. Der Durchlauferhitzer gilt als komfortable Lösung für Warmwasser auf Knopfdruck, wirft aber oft die Frage nach seinem tatsächlichen Stromverbrauch auf. Dieser Artikel beleuchtet, wie hoch der Stromverbrauch vom Durchlauferhitzer wirklich ist, welche Kosten damit verbunden sind und welche Maßnahmen helfen, Energie und Geld nachhaltig zu sparen sowie smarte Solarlösungen sinnvoll zu integrieren.
Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?
Um Ihr Haushaltsbudget realistisch planen zu können, braucht es zunächst ein klares Bild davon, wie viel Energie solche Geräte tatsächlich aus dem Stromnetz beziehen. Im Unterschied zu klassischen Warmwasserspeichern arbeiten Durchlauferhitzer mit hoher Leistung, allerdings nur für kurze Zeit: Das Wasser wird beim Durchfluss erhitzt, sobald es angefordert wird. Der Stromverbrauch vom Durchlauferhitzer hängt daher stark von der Geräteleistung und der Nutzungsdauer ab.
| Leistungsstufe | Verbrauch (1 Std) | Typischer Tagesverbrauch | Ca. Monatsverbrauch |
|---|---|---|---|
| 18 kW | 18,0 kWh | 3,0 kWh | 90 kWh |
| 21 kW | 21,0 kWh | 3,5 kWh | 105 kWh |
| 24 kW | 24,0 kWh | 4,0 kWh | 120 kWh |
| 27 kW | 27,0 kWh | 4,5 kWh | 135 kWh |
Hinweis: Annahme von ca. 10 Minuten Warmwassernutzung pro Tag für eine Person.
Wichtige Einflussfaktoren für den Stromverbrauch von Durchlauferhitzern
Die Leistungsklasse eines Geräts liefert lediglich eine erste Orientierung. Der tatsächliche Stromverbrauch vom Durchlauferhitzer wird jedoch vor allem durch äußere Rahmenbedingungen und individuelle Nutzungsgewohnheiten bestimmt. Wer diese Einflussfaktoren kennt, kann gezielt Energie sparen und die Stromkosten senken.
Gerätetyp:
Elektronische Durchlauferhitzer arbeiten in der Regel deutlich effizienter als ältere hydraulische Modelle. Sie passen ihre Leistung präzise an den jeweiligen Wasserfluss an. Brauchwasser-Wärmepumpen bieten zudem eine energieeffiziente Alternative, da sie Wärme gezielt aus der Umgebungsluft oder anderen Quellen nutzen, während hydraulische Geräte häufig auch bei geringer Entnahme mit nahezu voller Leistung laufen und den Energieverbrauch unnötig erhöhen.
Leistung in kW:
Je höher die Leistung eines Durchlauferhitzers, desto schneller lassen sich größere Wassermengen erwärmen. Gleichzeitig entstehen bei jeder Warmwasserentnahme höhere kurzfristige Stromspitzen aus dem Netz, die sich auf den Gesamtverbrauch auswirken können.
Zieltemperatur:
Der Stromverbrauch eines Durchlauferhitzers steigt mit der Temperaturdifferenz zwischen dem Kaltwasserzulauf und der gewünschten Warmwassertemperatur, auch bekannt als Delta T. Das Erwärmen von Wasser auf etwa 60 °C für ein Bad erfordert deutlich mehr Energie als eine Dusche mit rund 38 °C.
Nutzungsdauer:
Je länger und häufiger das Gerät in Betrieb ist, desto höher fällt der Stromverbrauch aus. In Familienhaushalten, in denen täglich mehrere Personen duschen, können sich die einzelnen Nutzungszeiten schnell zu spürbaren monatlichen Kosten summieren.
Kaltwassertemperatur:
Auch die Temperatur des einströmenden Wassers spielt eine wichtige Rolle. In den Wintermonaten liegt die Einlauftemperatur in Deutschland häufig bei etwa 5 °C, wodurch der Energiebedarf steigt. Im Sommer, bei rund 15 °C Zulauftemperatur, arbeitet der Durchlauferhitzer entsprechend effizienter.

Stromkosten eines Durchlauferhitzers einfach berechnen
Keine Sorge – Sie brauchen kein Physikstudium, um die Stromkosten Ihres Durchlauferhitzers zu berechnen. Mit wenigen Angaben lässt sich der monatliche Verbrauch ganz einfach ermitteln.
1. Benötigte Informationen für die Stromkostenberechnung
Für eine realistische Einschätzung benötigen Sie drei Werte:
•Leistung (kW): Auf dem Typenschild des Geräts (z. B. 21 kW).
•Strompreis (€/kWh): Finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung, z. B. von E.ON oder Vattenfall.
•Tägliche Betriebszeit: Die tatsächliche Zeit in Minuten, in der Warmwasser gezapft wird.
2. Stromkosten pro Stunde
Ein Gerät mit 21 kW Leistung verursacht bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh folgende Kosten im Volllastbetrieb:
21 kW × 0,40 €/kWh = 8,40 Euro pro Stunde
Zum Glück läuft der Durchlauferhitzer meist nur kurze Zeit pro Tag.
3. Tageskosten abschätzen
Eine 10-minütige Dusche mit einem 21-kW-Durchlauferhitzer verbraucht:
21 × (10 ÷ 60) = 3,5 kWh.
Bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh ergibt das:
3,5 × 0,40 € = 1,40 € pro Dusche.
4. Jährliche Kosten für den Haushalt
In einem Zweipersonen-Haushalt, in dem täglich geduscht wird, können die Stromkosten für Warmwasser schnell über 1 000 Euro im Jahr steigen. Das erklärt, warum sich immer mehr Haushalte nach modernen Lösungen zur Energieeinsparung umsehen.
Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher: Welches System verbraucht mehr Strom?
Auf den ersten Blick wirken Warmwasserspeicher stromsparender, da sie mit deutlich geringerer Leistung arbeiten. In der Praxis ist der Vergleich jedoch differenzierter, insbesondere in Deutschland mit seinen vergleichsweise hohen Strompreisen.
Durchlauferhitzer arbeiten mit sehr hoher Leistung, typischerweise zwischen 18 und 27 kW, jedoch nur für kurze Zeiträume. Strom wird ausschließlich dann verbraucht, wenn tatsächlich Warmwasser entnommen wird. Dadurch eignen sich diese Geräte besonders für Haushalte mit unregelmäßigem oder moderatem Warmwasserbedarf.
Warmwasserspeicher erhitzen das Wasser dagegen langsam und halten es über längere Zeit auf einer konstanten Temperatur. Obwohl ihre Anschlussleistung deutlich niedriger ist, entstehen durch Bereitschafts- und Speicherverluste auch dann fortlaufende Stromkosten, wenn gerade kein Warmwasser genutzt wird.
In gut gedämmten Häusern oder Wohnungen mit gleichmäßigem und planbarem Warmwasserverbrauch können Warmwasserspeicher eine wirtschaftliche Lösung sein. Sie sind besonders vorteilhaft, wenn der Warmwasserbedarf konstant ist und über längere Zeiträume hinweg genutzt wird. In Haushalten mit schwankendem Nutzungsverhalten führen Durchlauferhitzer jedoch häufig zu einem geringeren Stromverbrauch im Einfamilienhaus, vorausgesetzt, Temperatur und Nutzung sind sinnvoll eingestellt.
Unabhängig vom gewählten System bleiben ein bewusster Umgang mit Warmwasser sowie eine angepasste Temperatureinstellung die wirksamsten Maßnahmen, um die Stromkosten dauerhaft zu senken
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Strom sparen beim Durchlauferhitzer: Praktische Tipps
Niedrigere Stromrechnungen erfordern keine kalten Duschen. Dank Effizienz, smarten Gewohnheiten und moderner Technik lassen sich die Stromverbrauch nachhaltig senken, ohne auf Komfort zu verzichten.
1. Temperatureinstellung optimal wählen
Stellen Sie den Durchlauferhitzer genau auf die benötigte Temperatur ein, zum Beispiel auf 38 bis 42 °C für eine angenehme Dusche. So vermeiden Sie, dass Wasser unnötig überhitzt wird und am Wasserhahn wieder mit Kaltwasser abgekühlt werden muss. Das spart erheblich Energie.
2. Spar-Duschkopf oder Durchflussbegrenzer einbauen
Weniger Wasser pro Minute bedeutet weniger Heizaufwand für das Gerät. Solche kostengünstigen Maßnahmen können den Energiebedarf für Warmwasser um bis zu 30 Prozent reduzieren.
3. Warmwasser nur bei Bedarf nutzen
Nicht jede Tätigkeit erfordert Warmwasser. Einen einzelnen Teller abzuspülen oder sich kurz die Hände zu waschen, gelingt häufig auch mit kaltem Wasser. So wird vermieden, dass der Durchlauferhitzer unnötig eingeschaltet wird.
4. Regelmäßige Wartung für höhere Effizienz
In vielen Regionen Deutschlands mit hartem Wasser lagert sich Kalk an den Heizelementen ab und beeinträchtigt die Wärmeübertragung. Regelmäßiges Entkalken sorgt dafür, dass das Gerät mit weniger Strom die gewünschte Temperatur erreicht.
5. Erneuerbare Energien für die Warmwasserbereitung nutzen
Langfristig lassen sich die Stromkosten besonders effektiv senken, wenn Warmwasser mit erneuerbarer Energie erzeugt wird. Durch die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom kann der Bedarf an teurem Netzstrom deutlich reduziert werden.
Das EcoFlow PowerOcean Heimspeichersystem ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom zu speichern und zeitversetzt für stromintensive Anwendungen wie die Warmwasserbereitung bereitzustellen. So steht selbst erzeugte Energie auch dann zur Verfügung, wenn sie im Haushalt tatsächlich benötigt wird.
Um den Eigenverbrauch weiter zu optimieren, unterstützt die EcoFlow App das Energiemanagement mit einer zentralen Übersicht über Erzeugung, Verbrauch und Speicherung. Auf Basis von Strompreisen und Wetterdaten steuern intelligente Algorithmen Lade- und Entladevorgänge, sodass möglichst wenig kostenintensiver Netzstrom genutzt wird.
Häufige Fehler, die den Stromverbrauch erhöhen
In Deutschland, wo Stromkosten einen spürbaren Anteil der Haushaltsausgaben ausmachen, führen bereits kleine Ineffizienzen häufig zu deutlich höheren Stromrechnungen. Wer diese typischen Fehler vermeidet, kann über die Lebensdauer eines Durchlauferhitzers mehrere hundert Euro sparen– ohne auf Komfort zu verzichten.
1. Zu hohe Warmwassertemperatur einstellen
Wird Wasser auf etwa 60 °C erhitzt und anschließend am Wasserhahn mit Kaltwasser gemischt, geht viel Energie unnötig verloren. Dieses Überhitzen zwingt den Durchlauferhitzer dazu, mehr Leistung aufzunehmen als erforderlich. Wird die gewünschte Temperatur direkt am Gerät eingestellt, zum Beispiel rund 38 °C, verbraucht es nur so viel Strom wie tatsächlich nötig. Moderne elektronische Regelungen arbeiten unter diesen Bedingungen besonders effizient.
2. Eine zu hohe Leistungsklasse wählen
Ein Durchlauferhitzer mit 27 kW ist nicht immer notwendig. In vielen Haushalten genügt ein Gerät mit 18 kW oder 21 kW. Eine höhere Leistung kann jedoch unnötige Lastspitzen im Stromnetz verursachen. Zudem sind leistungsstärkere Geräte oft mit höheren Anschlusskosten oder kostspieligen Anpassungen der Elektroinstallation verbunden. Im Rahmen eines Heimenergie-Ökosystems ist es besonders wichtig, die Leistung des Durchlauferhitzers an den tatsächlichen Warmwasserbedarf anzupassen, um Energie effizient zu nutzen und Kosten zu reduzieren.
3. Fehlende Wartung und Kalkablagerungen
In vielen Regionen Deutschlands ist das Leitungswasser stark kalkhaltig. Kalkablagerungen an den Heizelementen wirken wie eine Isolierschicht und erschweren die Wärmeübertragung auf das Wasser. Dadurch steigt der Stromverbrauch, da das Gerät mehr Energie aufwenden muss, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Regelmäßige Entkalkung verhindert diesen Effizienzverlust und trägt dazu bei, die Lebensdauer des Geräts langfristig zu erhalten.
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Häufig gestellte Fragen
1. Verbrauchen Durchlauferhitzer im Winter mehr Strom?
Ja. In den Wintermonaten ist die Einlauftemperatur des Kaltwassers deutlich niedriger. Um die gewünschte Warmwassertemperatur zu erreichen, muss der Durchlauferhitzer mehr Energie aufwenden, was den Stromverbrauch erhöht.
2. Ist der Betrieb eines Durchlauferhitzers nachts günstiger?
Das ist nur dann der Fall, wenn der Stromversorger einen Nachtstromtarif oder eine dynamische Preisgestaltung anbietet. In verbrauchsschwachen Zeiten kann der Preis pro Kilowattstunde entsprechend niedriger sein.
3. Wie lange dauert es, bis warmes Wasser zur Verfügung steht?
Ein Durchlauferhitzer liefert Warmwasser nahezu sofort, meist innerhalb weniger Sekunden. Das Wasser wird erst beim Durchfließen des Geräts erhitzt, sobald Warmwasser benötigt wird.
4. Verbrauchen Durchlauferhitzer in Altbauten mehr Strom?
Nicht das Gebäude selbst führt zu einem höheren Stromverbrauch. Allerdings können veraltete Elektroinstallationen oder ältere, weniger effiziente hydraulische Durchlauferhitzer, wie sie in vielen Altbauwohnungen vorkommen, zu einem höheren Energiebedarf führen.
5. Kann überschüssiger Solarstrom effizient für die Warmwasserbereitung genutzt werden?
Ja. Überschüssiger Solarstrom lässt sich speichern und gezielt für die Warmwasserbereitung nutzen. Eine Solaranlage mit Speicher wie EcoFlow PowerOcean stellt selbst erzeugte Energie bedarfsgerecht bereit, während die EcoFlow App das Energiemanagement unterstützt und den Netzstrombezug reduziert.
Fazit
Den Energiebedarf dauerhaft zu senken, gelingt am besten durch kluge Nutzungsgewohnheiten und konsequente Wartung. Wer die eigenen Verbrauchsmuster versteht und die Einstellungen gezielt optimiert, genießt zuverlässigen Warmwasser-Komfort bei möglichst niedrigen Energiekosten und einem geringeren CO₂-Fußabdruck. Dabei bleibt der Stromverbrauch vom Durchlauferhitzer transparent und gut kontrollierbar.