Plug-and-Play-Stromspeicher: Wie sinnvoll sind Batteriespeicher für die Steckdose?
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Es ist 2025. Die Strompreise steigen, dynamische Tarife werden vom Nischenthema zur brauchbaren Alternative und mehr und mehr Menschen interessieren sich für die Stromcloud. Was aber nach wie vor unverändert ist, ist der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Netz. Und dieses Thema treiben die Entwicklung neuer Speichertechnologien voran. Eine interessante Lösung in diesem Bereich sind Batteriespeicher für die Steckdose. Diese ermöglichen es Strom einfach zu speichern und flexibel zu nutzen – und das ohne Solaranlage. Doch wie leistungsfähig sind diese Systeme wirklich? Und wann lohnt sich der Einsatz im Haushalt? In diesem Blogbeitrag erhalten Sie Antworten auf diese und weitere Fragen.
Was ist ein Batteriespeicher für die Steckdose?
Ein Batteriespeicher für die Steckdose ist eine moderne Energiespeicherlösung. Sie kann ohne aufwendige Installation oder technisches Hintergrundwissen über die Steckdose direkt an das Hausnetz angeschlossen werden. Anders als bei fest verbauten Speichern, die an ein Photovoltaiksystem angeschlossen sind, handelt es sich bei diesen Speichern um eigenständige Geräte.
Technisch gesehen arbeiten diese Speicher meist mit Lithium-Ionen- oder LiFePO4-Akkus, die eine hohe Zyklenfestigkeit bieten und ebenfalls eine lange Lebensdauer besitzen.
Die Funktion ist aber dieselbe: Sie speichern elektrische Energie und geben sie bei Bedarf wieder ab. Allerdings ist ihre Kapazität weitaus geringer als die von Speicherlösungen für Solaranlagen. Und der Anwendungsfall unterscheidet sich.
Um welche Immobilie handelt es sich?
Einsatzmöglichkeiten: Wann ist ein Batteriespeicher für die Steckdose sinnvoll?
Solarspeicher helfen, die Effizienz eines Solarsystems zu maximieren. Durch den Stromspeicher kann der Eigenverbrauch des Solarstroms erhöht werden. Zum Beispiel können ohne Stromspeicher nur maximal 30 Prozent des selbst erzeugten Solarstroms wirklich genutzt werden. Der Stromspeicher macht es möglich, bis zu 80 Prozent zu nutzen.
Ein Stromspeicher für die Steckdose wird aber nicht von einer PV-Anlage gespeist, sondern über den Netzstrom. Dadurch eignet er sich für Haushalte, die keine Möglichkeit haben, Solarstrom zu erzeugen, aber dennoch von günstigeren Strompreisen oder einer Notstromversorgung profitieren möchten.
Dort kann er etwa genutzt werden, um die Notstromversorgung im Fall eines Stromausfalls sicherzustellen. Gerade in Regionen mit instabiler Stromversorgung oder für Haushalte, die auf eine zuverlässige Energiequelle angewiesen sind, kann die Investition durchaus sinnvoll sein. Auch für die mobile Anwendung – etwa beim Campen oder im Garten, können über die Steckdose geladene Stromspeicher genutzt werden.
Mit der zunehmenden Verbreitung von dynamischen Stromtarifen werden auch Speicherlösungen für den Privatbedarf immer interessanter. Bei diesen Tarifen schwanken die Preise über den Tagesverlauf je nach Produktion und Bedarf. Wer diese Tarife verwendet, kann einen Stromspeicher nutzen, um die eigene Stromrechnung niedrig zu halten: Der Strom wird in günstigen Zeiten geladen und später, wenn die Preise hoch sind, verbraucht.
Wenn Sie in Ihrem Haushalt bereits Strom über eine eigene PV-Anlage beziehen, können Sie dennoch auf einen Batteriespeicher für die Steckdose als Reserve zurückgreifen oder den Eigenverbrauch weiter optimieren.
Welche Arten von Batteriespeichern für die Steckdose gibt es?
Batteriespeicher für die Steckdose gibt es in verschiedenen Ausführungen, diese unterscheiden sich nach Kapazität und Funktionalität.
Mobile Powerstations – Flexible Lösungen für unterwegs
Powerbanks, wie sie fürs Smartphone genutzt werden, sind längst Standard. Sie ermöglichen es, das eigene Gerät auch von unterwegs aus zu laden. Mobile Powerstations sind der große Bruder davon. Bei ihnen handelt es sich um kompakte, tragbare Energiespeicher, die sich über die Steckdose aufladen lassen und anschließend flexibel genutzt werden können. Egal, ob wenige hundert Wattstunden oder mehrere Kilowattstunden, die Kapazität ist vielfältig.
Plug-and-Play-Heimspeicher – Ergänzung für Haushalte
Stationäre Heimspeicher, auch Plug-and-Play-Speicher genannt, sind stationäre Energiespeicher. Sie können Strom aus der Steckdose speichern und später wieder ins Hausnetz einspeisen. Ihre Kapazität liegt meist zwischen 1 und 5 kWh. Damit lassen sich Verbraucher wie Kühlschrank oder Waschmaschine über mehrere Stunden betreiben.
Hybrid-Systeme – Sinnvoll mit PV-Anlagen
Moderne Produkte – quasi PV-Speicher für die Steckdose – kombinieren die Funktionalität eines stationären Speichers, lassen sich aber dennoch mit überschüssigem Strom aus der PV-Anlage laden. Auch Balkonkraftwerke lassen sich anschließen. Als Erweiterung des eigenen Solarsystems helfen sie dabei, die Unabhängigkeit weiter zu steigern.
Wie wirtschaftlich sind Batteriespeicher für die Steckdose?
Bevor Sie sich entscheiden, direkt einen Stromspeicher mit Stecker zu kaufen, ist es gut, sich Gedanken über die Wirtschaftlichkeit zu machen. Besonders von Vorteil sind hier die Anschaffungskosten. Der Kauf eines Stromspeichers erfordert normalerweise eine erhebliche Investition. Ein „tragbarer Stromspeicher“ ist jedoch deutlich günstiger. Typischerweise beginnen die Kosten für diese Geräte bei 300,- Euro. Da zudem keine Installationskosten anfallen, sparen Sie sich auch hier Geld.
Negativ ist, dass ihre Speicherkapazität im Allgemeinen eher begrenzt ist, was bedeutet, dass sie nur kleinere Energiemengen speichern können. Zu beachten sind auch die höheren Kosten bei mehreren Batterien: Sie können die eigene Kapazität zwar durch die Verwendung mehrerer Stromspeicher für die Steckdose erhöhen. Dadurch wird das Gesamtkostenbild jedoch wesentlich teurer und „reguläre“ Stromspeicher sind interessanter und kostengünstiger.
Der größte Nachteil sind die entstehenden Umwandlungsverluste: Durch die Umwandlung von AC (Wechselstrom) in DC (Gleichstrom) beim Laden und später wieder zurück kann bis zu 15 % des gespeicherten Stroms verloren gehen.
Batteriespeicher für die Steckdose werden immer beliebter. Und das zu Recht, dann sie können gerade in Verbindung mit einem dynamischen Stromtarif günstig geladen werden. Dieser Strom kann dann bei Bedarf verwendet werden. Und dabei können diese Batteriespeicher für die Steckdose wirtschaftlich sein, insbesondere wenn sie für die Nutzung dynamischer Stromtarife oder als Notstromlösung eingesetzt werden.
Wenn Sie allerdings den Stromspeicher als Weg sehen, unabhängig vom Netz zu werden, werden Sie enttäuscht. In diesem Fall sind Sie mit größeren, fest installierten Speicherlösungen besser beraten. Und durch die Umwandlungsverluste, die entstehen, halten sich die Einsparungen für Sie in Grenzen.